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Craniomandibuläre Dysfunktion

Der Begriff „Craniomandibulär" setzt sich zusammen aus den Wörtern „Cranium" (Schädel) und „Mandibula" (Unterkiefer).

 

Die Craniomandibuläre Dysfunktion beschreibt Funktionsstörungen oder Erkrankungen welche im Zusammenhang mit den Kiefergelenken, Zähnen und der Kaumuskulatur stehen.

 

Wenn Sie häufig Kopfschmerzen, Probleme bei der Mundöffnung und beim Kauen oder Knackgeräusche im Kiefergelenk haben, kann es sein, dass Sie unter einer Funktionsstörung des Kauorgans, der so genannten Craniomandibulären Dysfunktion leiden.

 

Besondere Auslösemechanismen

 

Zähne

Bissanomalien, die mit einer Verlagerung des Unterkiefers einhergehen, eine schwierige prothetische Versorgung, aber auch akute Überlastungen können unterschiedliche Veränderungen am Kiefergelenk auslösen.

ein so genannter „tiefer Biss"
eine Steilstellung im Frontzahnbereich
fehlende Zähne im Seitenzahnbereich (v. a. im Unterkiefer)
schlecht sitzende Prothesen &
eine schlechte Haltung mit einer deutlich vorgezogenen Kopfposition (Schlüsselloch-Gucker)

 

Diese Situationen führen zu einer Rückverlagerung des Unterkiefers und damit zu einer Veränderung der funktionellen Beziehungen im Kiefergelenk.

 

Körperhaltung
Eine „gute" Körperhaltung meint einen idealen Zustand muskulärer und skelettaler Balance, in der die an der Aufrechterhaltung der Körperhaltung beteiligten Strukturen nicht geschädigt werden. Eine so genannte „schlechte Haltung" mit Rundrücken und Nach-vorn-Verlagerung der Kopfposition birgt zwei Entstehungsmöglichkeiten einer schmerzhaften Funktionsstörung der Nacken- und Kiefergelenksregion:

Durch die Vorverlagerung des Kopfes um nur einen Zentimeter bei einem durchschnittlichen Kopfgewicht von 3 kg bedeutet eine erhebliche Zunahme der muskulären Haltearbeit der Nackenmuskulatur. Folge ist eine Überbeanspruchung der Muskulatur sowie eine Annäherung und Kompression der gelenkigen Anteile der Halswirbelsäule. Die Verbindung von Nackenregion und Gesichtsregion) führt zu einer Weiterleitung von Störungen der Halswirbelsäule auf das Kiefergelenk und die Kaumuskulatur. Eine Vorverlagerung des Kopfes führt zu einer Rückverlagerung des Unterkiefers. Die damit verbundene Rückverlagerung der Kiefergelenkköpfchen führt im Kiefergelenk zu einer Kompression sensibler Gewebeanteile, die einen Entzündungsprozess auslösen kann.

 

Psychische Balance – Inneres Gleichgewicht
Das Kauorgan ist der wichtigste „Blitzableiter" für Stress. Grund dafür ist, dass der "Muskulus Masseter" als wichtigster Kieferschließmuskel über verschiedene Verschaltungen im Nervensystem direkt mit dem so genannten "Limbischen System" verbunden ist. In diesem Hirnareal entstehen Emotionen und werden dort auch verarbeitet – eine Stressfehlverarbeitung wiederum führt oft zu muskulären Verspannungen, zuallererst in besagtem Muskulus Masseter.

In unserer modernen Industriegesellschaft sind wir immer mehr unterschiedlichsten Stresssituationen ausgesetzt. Dies führt dazu, dass immer häufiger Stress über das Kauorgan abgeleitet wird. Hierdurch wird die Belastbarkeit des Kauorgans immer häufiger überschritten und es entstehen die oben genannten Beschwerden viel schneller und häufiger, als dies noch vor wenigen Jahrzehnten der Fall war.

 

Verletzungen
Unfälle mit einem Stoß oder Schlag auf das Kinn, die zu einer Stauchung des Kiefergelenkes führen.

 

Mehr zu Auslösemechanismen unter http://www.cranioconcept.de